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Kontinuität ist die Essenz des Erfolgs – Ein Interview mit Pandorux


Viktor Povitskaja alias Pandorux ist 26 Jahre alt, kommt aus Detmold und arbeitet neben seiner musikalischen Leidenschaft für Progressive Trance als Altenpflegehelfer. Seit einigen Jahren ist er Teil von 7SD Records und er selbst sagt, dass ihm der Labelbeitritt einige Vorteile in seiner Karriere verschafft habe. Wir haben uns im Interview darüber unterhalten, wie hilfreich es wirklich ist, als Newcomer Teil eines Labels zu sein und wie er es geschafft hat, 7SD Records auf seine Seite zu holen. Außerdem reden wir über seine musikalischen Anfänge und sein Zweitprojekt „TwoFusion“. 



Hey Viktor. Du hattest vor kurzem Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch nochmal! Erzähl uns doch mal, wie bist du zum Produzieren gekommen?

Hey Denise, erstmal vielen Dank für das Interview. Also: Mein Name ist Viktor Povitskaja aka Pandorux und ich wohne in der schönen Stadt Detmold. Wie ich zum Produzieren gekommen bin, war ein langer und harter Weg. Es fing an mit einem Laptop und ein paar alten Musikboxen. Ich wohnte mit 16/17 Jahren in einer WG und habe durch meinen alten, guten Freund Alex die Leidenschaft zur Musik gefunden. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung von den ganzen DAWs und Programmen. Mit Virtual DJ habe ich angefangen und seitdem konnte ich viel dazulernen. Ich habe mir damals viele Videos im Internetcafé angeschaut, was ich verbessern könnte und was ich ändern muss. Durch einen Zufall bin ich bei den Youtube-Vorschlägen auf ein Video aufmerksam geworden: „How To Make Progressive Psy-Trance Bassline Swing & Triplet Technique“ hieß es. Mich hat das Ganze sehr neugierig gemacht und ich wollte mehr davon sehen. Die Klänge und die vielen Möglichkeiten haben mir sehr gefallen und dadurch bin ich letztendlich zum Produzieren gekommen.

Hast du dir alles selber beigebracht von Anfang an?

Angefangen habe ich vor ca. 6 Jahren. In Logic habe ich damals auch reingeschnuppert. Jetzt produziere ich seit vier/fünf Jahren mit Fruity Loops. Native Instruments nutze ich am liebsten für die Klangerzeugung. Fast jeder Sound kommt bei mir aus dem Massive Serum oder Diva. Das Meiste habe ich mir selber beigebracht durch Lesen und Videos schauen. Paul aka Djapatox hat mir aber das Grundwissen beigebracht.

2017 hast du deine erste Single auf Monkey Forest Records veröffentlicht. Was hat sich seitdem verändert hinsichtlich deiner eigenen Produktionen?

Genau, meine erste Single „Lonely Wolf“ habe ich bei MFR veröffentlicht. In dem Track steckt viel Liebe und Arbeit. Durch meinen ersten Track habe ich auch Djapatox kennengelernt. Paul hat sich mal einen Tag Zeit genommen und ist zu mir ins Studio gekommen. Er hat mir an einem Tag Sachen beigebracht, wofür andere ohne Hilfe sicherlich ein paar Wochen bräuchten. Und seitdem hat sich auch meine Qualität verändert und verbessert.

Du hast noch ein Zweitprojekt namens „TwoFusion“ gemeinsam mit Marcel Stroda alias „Reqmeq“. Wie habt ihr euch kennengelernt?

Ich habe Marcel alias Reqmeq durch Facebook kennengelernt. Wir haben ein paar mal auf Facebook geschrieben, er war ein sehr großer „Fan“ von meiner Musik. Ich habe ihn daraufhin gefragt, ob er nicht mal Lust hätte zu mir zu kommen, weil er unbedingt was mit mir machen wollte. Durch das Treffen haben wir uns besser kennengelernt und das eine hat zum anderen geführt. Jetzt mache ich mit Marcel viel gemeinsam – er ist ein junger, talentierter und froher Mensch. Wir haben auch schon ein paar Tracks veröffentlicht wie zum Beispiel „Pleasure“ oder der „Bongo Bong Remix“. Unsere erste richtige Veröffentlichung war „Simple Life“. Durch unsere Zusammenarbeit haben wir gemerkt, dass sich unser Stil recht gleich anhört und dadurch haben wir TwoFusion als Zweitprojekt gestartet.

Macht es dir mehr Spaß mit jemandem zu produzieren oder lieber alleine?

Ich bin eher der ruhige Mensch, deshalb mag ich es lieber alleine zu arbeiten. Aber ich bin auch ein sehr guter Teamplayer und bin immer bereit mit anderen Produzenten was zu starten.

Was machst du beruflich neben deinem Projekt „Pandorux“?

Derzeit arbeite ich als Altenpflegehelfer. Das hört sich vielleicht komisch an – ein Produzent, der Altenpfleger ist, aber das eine schließt das andere nicht aus. Ich finde es immer sehr bemerkenswert, was man für tolle alte Menschen kennenlernen darf, die einfach sehr viel zu erzählen haben.

Mittlerweile bist du schon einige Jahre Teil von 7SD Records aus Hamburg. Wie kam eure Zusammenarbeit zustande?

Ich habe Michel, dem Labelhead von 7SD Records, ein paar meiner Tracks bei Facebook geschickt. Durch den Track „Tell Me Why“ wurde er auf mich aufmerksam und wir haben uns telefonisch ausgetauscht. Seit dem Zeitpunkt bin ich ein Teil von 7SD Records.

Ist das der gängige Weg zum ersten Label? Würdest du es anderen Newcomern auch empfehlen ihre neusten Track-Proben immer mal wieder an verschiedene Labels zu schicken?

Auf jeden Fall! Es kostet ja nichts, wenn man seine Demos an ein Label schickt, in das man rein möchte. Und mit etwas Glück bekommt man eine Antwort, so wie es bei mir der Fall war. Natürlich kannst du auch abwarten, bis deine Musik so gut ist, dass sie sogar die Labels feiern und auf dich zu kommen. Dann wirst du die Zügel aber nie selbst in der Hand halten. Je eher du sie in die eigenen Hände nimmst, desto schneller kannst auch du Teil eines Labels werden.

Ist es hilfreich als Newcomer Teil eines Labels bzw. einer Booking Agentur zu sein? 

Definitiv! Ich habe durch das Label viele neue Möglichkeiten bekommen und auch viele neue Leute kennengelernt. Natürlich ist der größte Vorteil für einen Newcomer, der frisch in einem Label ist, dass man Gigs bekommt, die man so als Newcomer nicht einfach so bekommen würde. Connections sind einfach der Schlüssel zum Wachstum in dem Bereich.

Bis hierhin war der Weg für dich wahrscheinlich lang und mit einigen Herausforderungen versehen. Wie schwer ist es wirklich im Musikbereich als Newcomer Fuß zu fassen?

Es kommt ganz drauf an wie du den Leuten deine Musik präsentierst. Am Anfang habe ich mich auch schwergetan, aber das Kennenlernen von Leuten, die genau dieselbe Erfahrung gemacht haben wie du, zeigt, dass es gar nicht mal so schwer ist. Es ist auf jeden Fall von Vorteil sich ein paar nützliche Tipps einzuholen, um erfolgreicher zu werden. Natürlich muss man für sich selbst kämpfen, um etwas zu erreichen. Niemals aufgeben, sondern dran bleiben! Kontinuität ist die Essenz des Erfolgs.

Würdest du sagen es hat sich gelohnt, all die Jahre und die Arbeit in dein Projekt gesteckt zu haben oder entspricht der jetzige Output noch nicht deiner Wunschvorstellung?

Gelohnt haben sich all die Jahre auf jeden Fall, aber mein jetziger Stand ist noch nicht der Endpunkt. Ich werde weiterhin an mir arbeiten und viele weitere Tracks veröffentlichen.

Welche Produktionen und Auftritte stehen 2020 bei dir an?

Ich veröffentliche bald meine erste eigene EP auf 7SD Records. Datum ist leider noch nicht bekannt. Nebenbei arbeiten wir an einer EP von TwoFusion. Meinen ersten Auslandsgig in Russland werde ich annehmen und ein paar weitere Auftritte, sofern Corona es zulässt. Ansonsten lasse ich mich überraschen, was 2020 auf mich zukommt. 


SoundCloud: https://soundcloud.com/pandorux

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