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Erste Backpack-Reise in Asien – Do’s and Don’ts in Thailand


In diesem Jahr ging es für Mia und mich das erste Mal auf Backpacking-Reise nach Thailand. Insgesamt 3 Wochen lang waren wir zum Insel-Hopping im Süden unterwegs und haben uns unter anderem Bangkok, Koh Samui, Koh Tao und Kah Phangan angeschaut. Eine Sache muss ich auf jeden Fall vorweg nehmen: Thailand war glaube ich die schönste Erfahrung, die ich jemals in meinem Leben machen durfte und wir werden auf jeden Fall wiederkommen – wenn es die Zeit zulässt auch für mehr als 3 Wochen. Ich war immer der Meinung, dass dieses utopische Feeling von Freiheit, Frieden und Glückseligkeit, was man auf Goa-Partys und -Festivals bekommt, nur dort erleben kann. Diese 3 Wochen in Thailand haben mir gezeigt, dass es so etwas auch im „echten“ Leben gibt. Was meine schönste Erfahrung war, mit wie viel Geld wir gereist sind, was wir dort lernen durften und was meine persönlichen Tipps für euch sind, erfahrt ihr in diesem Blogpost zum Thema „Do’s and Don’ts in Thailand“. Natürlich habe ich euch auch meine Gedanken zur Fullmoon Party und zum Halfmoon Festival niedergeschrieben. Lest selbst und teilt gerne eure eigenen Erfahrungen und Tipps für die erste Reise in den Kommentaren unterhalb des Artikels! 



DO IT


Roller fahren
Am Anfang hatten wir ein bisschen Angst Roller zu fahren, weil die thailändischen Straßen echt sau gefährlich sein können und sehr beängstigend wirken. Aber wenn man sich erstmal an’s Roller fahren gewöhnt hat, ist es das schönste Gefühl von Freiheit, das du haben kannst. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es am besten ist, seinen Tag im Vorfeld zu planen, weil man so seine ohnehin begrenzte Zeit optimal nutzen kann. Wir haben uns am Vortag dann immer einen Breakfast-Spot rausgesucht und haben geplant, welche Sehenswürdigkeiten, Aussichtspunkte oder Strände wir sehen möchten. Zudem hat ein Roller den enormen Vorteil, dass man woanders hinfahren kann, wenn es einem an dem geplanten Spot nicht gefällt. Wir sind immer mit Helm gefahren und ich kann euch auch auf jeden Fall nur raten vorsichtig zu fahren, denn wir haben auf unserer Reise viele Touristen mit Schürfwunden gesehen und haben sogar eine getroffen, die an der Nase genäht werden musste wegen eines Roller-Unfalls! Dann ist man für eine Zeit natürlich erstmal gehandicapt & das wollt ihr ja nicht.

Eine frische Kokosnuss trinken
Wir haben erst relativ spät eine Kokosnuss probiert, aber waren danach sofort addicted! Dagegen kann unser Kokoswasser bei Aloha Poke nicht mal ansatzweise gegen anstinken und auch generell nichts, was man im deutschen Supermarkt findet. Der Geschmack ist einfach unbeschreiblich erfrischend und eine Kokosnuss bekommt ihr in Thailand für umgerechnet rund 1,50 – 2,50€.

An den Straßenständen essen
Da ich sowieso super gerne asiatisch bzw. thailändisch esse waren mir die meisten Gerichte natürlich nicht fremd – zumal ich Gerichte wie Pad Thai oder ein Kokosnuss-Curry auch öfter mal selber koche zuhause. Wir waren oftmals sehr skeptisch, was die Straßenstände anging, vor allem weil uns alle davor gewarnt hatten, dass man sich schnell mal den Magen verderben kann in Thailand. Allerdings haben wir uns vorwiegend vegetarisch/vegan ernährt, deshalb war das Risiko einer bakteriellen Infektion natürlich nochmal etwas geringer. Im Nachhinein bereue ich es ein bisschen, dass wir nicht öfter mal irgendwo an der Straße gegessen haben, weil das Essen 1. immer unglaublich lecker war und 2. viel viel günstiger als in einem Restaurant mit europäischen Gerichten. Demnach komme ich auch gleich mal zum nächsten Punkt:

Einheimische Gerichte ausprobieren

Der Mensch ist alteingesessen und scheu Neuem gegenüber… in der Tat haha. Demnach habe auch ich größtenteils mein vertrautes Pad Thai bestellt. Kurz vor unserer Abreise nach Deutschland haben wir in unserem letzten Hostel Billiard gespielt und nebenan war eine Bar, vor der ein netter Thailänder seinen kleinen Straßenstand hatte. Ich hatte irgendwie noch Hunger und bestellte eine traditionell-thailändische Suppe namens „Tom Kha Gai“. Alter war die geil. Hätte ich die mal vorher ausprobiert, hätte ich sie bestimmt öfter bestellt haha.

Sich massieren lassen
Ich glaube ich habe das Wort „Massage“ noch nie so oft gehört wie in den 3 Wochen Thailand haha. An Heiligabend haben wir uns auf Koh Tao eine Stunde Ganzkörper-Massage gegönnt. Das war meine erste klassische Thai-Massage, aber ich muss sagen, dass ich rückblickend eher eine Hot-Stone- oder Öl-Massage genommen hätte. Die klassische Thai-Massage ist eher grob und ich konnte in dieser Stunde alles andere als entspannen. Nichtsdestotrotz wissen die thailändischen Frauen, was sie da machen und oft könnt ihr euch auch direkt am Strand massieren lassen. Zudem sind die Massagen dort im Vergleich zu deutschen Massagen viel günstiger. Wir haben für eine Stunde Ganzkörper-Massage mit Fußmassage gerade mal 300 Baht pro Person bezahlt, was umgerechnet rund 9€ sind. 

Yoga-Zentren besuchen
Wir waren total überrascht, wie spirituell angehaucht Koh Phangan ist. Überall findet man Yoga-Zentren und an einem Tag haben wir uns persönlich das „Orion Healing Centre“ angeschaut. Leider haben wir keinen Kurs mitgemacht, aber das werden wir bei unserer nächsten Reise mit Sicherheit mit einplanen. Eine Freundin hat sogar einen ganzen Monat in solch einem Yoga-Zentrum verbracht und ein Yoga-Retreat gemacht. Die Kosten hierfür lagen um die 2000€ meinte sie. 

Schnorcheln und/oder Tauchen
Eines Morgens, als wir auf Koh Tao einen Breakfast-Spot in der Nähe unseres Airbnb’s abchecken wollten, sind wir im Plug and Play gelandet. Neben uns saßen zwei Jungs, die sich auf Deutsch unterhalten haben. Das war unser erster Morgen auf Koh Tao. Wir wollten uns nach dem Frühstück einen Roller ausleihen und fragten die beiden Jungs neben uns, ob sie uns einen Rollerverleih empfehlen können. Wir unterhielten uns eine ganze Weile mit ihnen und im Laufe des Gesprächs erzählte uns einer der beiden Jungs, dass er vor ein paar Tagen eine Schnorcheltour mitgemacht hat und sich diese auf jeden Fall gelohnt hat. Auf Koh Tao werdet ihr die Schilder dieser Schnorcheltouren überall finden. Die Thais haben sich auf der Insel abgesprochen und deswegen werden sie überall für 850 Baht angeboten. Mit etwas Glück hatte uns die Dame, bei der wir die Tour gebucht hatten, unseren Trip für 750 Baht angeboten. Nichtsdestotrotz sind es die 850 Baht auf jeden Fall wert, weil ihr am Tag des Trips vor eurer Unterkunft abgeholt werdet, ihr fahrt an mehrere Spots der Insel, die ihr sonst wahrscheinlich nicht sehen würdet und ihr bekommt auf dem Boot sogar eine Mahlzeit und euer Schnorchel-Equipment. Nur wegen des Schnorcheltrips durfte ich zudem eine unvergessliche Erfahrung machen, auf die ich später nochmal zurück kommen möchte. Danke an dich an dieser Stelle, Henrik!

Handeln
Vor allem als klassisch aussehender Europäer bist du in Thailand wirklich oftmals einfach nur gefickt haha. Die Thai’s sehen in den Europäern die Scheine über die Straße laufen und das merkt man vor allem, wenn man eine längere Zeit in diesem Land unterwegs ist. Mit der Zeit lernt man aber, sich nicht von jedem über den Tisch ziehen zu lassen und fängt selber an zu verhandeln. Die Thailänder wissen oft auch, dass die Preise, die sie dir vorschlagen, viel zu hoch angesetzt sind. Wenn du zu ihrem Angebot dann „nein“ sagst, gehen sie mit dem Preis auf einmal runter und versuchen dich doch noch zu überreden. Deshalb mein Tipp: Verhandelt immer! Irgendwann lernt ihr die Maschen der Thai’s zu durchschauen und fangt selber an ein kleines Spielchen mit ihnen zu spielen haha. Anders würdest du über längere Zeit aber auch arm werden.

Frühstücken in den unten empfohlenen Cafés der Inseln
Vor allem auf Koh Phangan und Koh Tao haben wir enorm viele süße Breakfast-Spots besucht wie zum Beispiel Bubba’s Roastery, Coconut Monkey, Eat Consciously und What’s Cup auf Koh Phangan oder Living Juices und The Factory Café auf Koh Tao. Die Preise sind in solchen Cafés klassisch europäisch, aber meiner Meinung nach war es jeder Cent wert. Wer meine bzw. unsere Storys verfolgt hat, weiß wovon ich rede. Für all diejenigen, die sie nicht verfolgt haben, schaut gerne in meinen Story Highlights „Thailand“ vorbei. Ich muss ehrlich sein und ich habe wirklich noch nie so eine leckere Bowl gegessen wie im The Factory Café. Auch die Açai-Bowl bei Bubba’s Roastery war der Hammer. Vor allem auch die Avocado & Scrumbled Egg Toasts haben es mir angetan und ich mache sie mir jetzt auch öfter mal selber zum Frühstück.

Fruitshakes trinken
Auch wenn die Breakfast-Restaurants etwas teurer sind, ist es immer wieder erstaunlich, wie günstig Thailand doch ist. Unglaublich leckere Fruitshakes bekommst du dort an jeder Ecke und wir haben uns auch gefühlt an jeder Ecke einen gekauft haha. In Deutschland zahlt du für einen mit Zucker vollgepumpten Smoothie 2-3€, dort bekommst du einen frisch gemachten Shake für gerade mal 40-50 Baht, was umgerechnet rund 1,50€ sind. Und wie lecker die Thailändischen Früchte sind… davon brauche ich euch glaube nicht erzählen. Aber seid vorsichtig mit welchem Eis die Früchte gemixt werden, denn über Eiswürfel könnt ihr euch in Thailand schnell mal den Magen verderben, wenn sie aus Leitungswasser gemacht wurden. Wir hatten zum Glück kein Pech mit einer Lebensmittelvergiftung o.ä. außer einmal kurz, worauf ich später noch zu sprechen komme.

Viewpoints abklappern
Manchmal waren die Wege bis nach oben echt lang, hart und steinig, aber sie haben sich eigentlich alle gelohnt (siehe Beitragsbild). Die schönsten Viewpoints waren meiner Meinung nach der John Suwan Rock Viewpoint auf Koh Tao und der Koh Bang Yuan Viewpoint auf einer nebengelegenen Schwesterinsel, auf die wir mit der Schnorcheltour gelangt sind. Letzterer war nur leider der Instagram-Spot schlechthin und demnach konnten wir den Ausblick leider nicht in vollen Zügen genießen, weil natürlich jeder ein Bild dort haben musste. Auf dem John Suwan Rock Viewpoint konnten wir allerdings wirklich mal eine halbe Stunde lang einfach nur dasitzen und die Schönheit dieser Natur genießen. Ein unglaublich schöner Moment.

Plant eure Tage im Vorfeld
Da wir Travel-Neulinge waren, haben wir zu Anfang unsere Tage nicht bis ins Detail geplant. Mit der Zeit ist mir aber bewusst geworden, dass man dadurch wertvolle Zeit verliert, weil der Aufenthalt ohnehin zeitlich begrenzt ist. Und vor allem, wenn ihr an bestimmten Orten oder – wie bei uns – auf verschiedenen Inseln nur ein paar Tage seid, solltet ihr die Zeit, die ihr dort habt, optimal ausschöpfen. Beim Insel-Hopping heißt das, wie oben schon erwähnt, mietet euch einen Roller, genießt eure Freiheit damit, klappert ein paar Strände und Viewpoints ab und euer Tag fühlt sich gleich besser genutzt an. Natürlich könnt ihr euch auch mal einen Tag Auszeit nehmen, in der Regel haben wir uns mal ein bisschen mehr Zeit für uns genommen, als wir so gut wie alles schon mal gesehen hatten. Danach kann man sowieso am besten entscheiden, was einem gut gefallen hat und was nicht.

Unterkünfte vor Ort buchen
Wir haben unsere ersten Unterkünfte größtenteils über Airbnb gebucht. Durch ein Gespräch mit Henrik und Lukas haben uns die beiden die App „Agoda“ gezeigt und darüber haben wir dann zum Großteil auch unsere weiteren Unterkünfte gebucht. Über 12Go.asia haben wir unsere Reise zurück nach Bangkok gebucht. Am Anfang sind wir von Bangkok nach Koh Samui geflogen, allerdings sind die Flüge dorthin zum einen sowieso weitaus teurer als eine Busreise, aber dafür auch kürzer. Zum anderen sind die Flüge dort hin grundsätzlich teurer, weil die Airline nach Koh Samui eine Monopolstellung hat und deshalb die Flüge im Allgemeinen teurer sind.  

Connectet euch mit Einheimischen und Travellern
Wenn ihr alleine unterwegs seid, werdet ihr denke ich zwangsläufig in viele Situationen kommen, wo ihr euch mit anderen connecten müsst. Sei es mit anderen Travellern oder auch mit Einheimischen. Solltet ihr zu zweit unterwegs sein so wie wir es waren, verpasst die Chance nicht, euch mit anderen auszutauschen! Wie oben erwähnt, haben wir auf Koh Tao zwei sehr coole Jungs aus Deutschland kennengelernt, die uns zum einen einen guten Spot empfohlen haben, bei dem man sich einen Roller ausleihen konnte und zum anderen hätten wir durch Henrik niemals diesen Schnorcheltrip mitgemacht und das war mit Abstand die schönste Erfahrung meines Lebens! Und an diesem Punkt möchte ich euch einmal mehr davon erzählen, was ich im Einstiegstext angedeutet habe: Es war der Morgen, an dem wir unseren Schnorcheltrip gebucht hatten. Pünktlich um zehn Uhr wurden wir abgeholt und von einem Einheimischen zum Strand gebracht, wo wir dann mit rund 25 anderen darauf gewartet haben, auf das Boot zu steigen, auf dem wir den ganzen Tag verbringen sollten. Wir erhielten Schnorchelequipment und eine kleine Anweisung, wie wir damit umzugehen haben und wie der Verlauf des Tages aussehen wird. Insgesamt haben wir glaube ich fünf verschiedene Riffe angesteuert und bei jedem Spot durften wir gut 20-30 Minuten schnorcheln. Manchmal sind solche Touri-Angebote doch sehr nützlich, denn ich glaube nicht, dass wir all diese Riffe ohne den Schnorchel-Trip gesehen hätten. Das Gute daran war wirklich, dass die Einheimischen, die diese Touren anbieten, nicht umsonst diese Riffe ausgesucht haben, was sich später herausstellen sollte. Wir peilten das sog. „Shark Bay“ an und der Führer meinte zu uns, dass man hier kleine Haie sehen könne. Nachdem die 30 Minuten dort um waren, hatte ich leider keine Haie gesehen. Als wir das nächste Riff erreichten, meinte der Gruppenführer: „Let’s find the big turtle!“ und alle sprangen ins Wasser. Ich dachte mir nur so: „Ach komm, am Shark Bay gab’s auch keine Haie!“ Ich schwamm raus und gelang irgendwann an eine Stelle, wo sich alle aus der Gruppe tummelten. Ich schaute den Gruppenführer unter Wasser an und er zeigte mit seinem Finger auf den Meeresboden. Und auf einmal war sie wirklich da – diese FUCKING BIG TURTLE! Als ich gesehen habe, wie groß diese Schildkröte war, musste ich erstmal mit den Augen zusammenkneifen. Ab dem Moment konnte ich nicht mehr aufhören, diese Schildkröte anzusehen. Sie war einfach fast so groß wie ich, so wunderschön gezeichnet und an ihr klebten kleine Fische. Es sah die ganze Zeit so aus, als würden sie da ihren Platz haben, um sie sauber zu machen haha. Mindestens 20 Leute schwammen um sie herum, aber sie hat einfach so seelenruhig die Korallen gefressen und hat sich gar nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ich schwamm immer näher an sie ran, um zu schauen, ob sie wirklich so groß war, wie sie aussah. Dabei schwamm ich über ihr und konnte es nicht glauben, dass sie wirklich so groß wie ich war. Dann schwamm sie an die Oberfläche, holte Luft und begann einige Meter geradeaus zu schwimmen. Ich bin die ganze Zeit maximal 30 Zentimeter neben ihr geschwommen und hab sie aus der Nähe betrachtet, bis sie ins tiefe Meerwasser abgetaucht ist. Als ich meinen Kopf aus dem Wasser hob und die Schnorchelmaske vom Gesicht zog, realisierte ich, dass ich total weit weg war vom Boot und von den anderen. Aber ich musste in dem Moment erstmal darauf klar kommen, was da gerade wirklich passiert war. Als wir wieder zurück auf das Boot geholt wurden, haben wir uns mit dem Gruppenführer unterhalten und auf meine Frage, wie alt diese Schildkröte wohl war, meinte er zu uns: „200 Years.“ Wow, ich glaube ich muss gestehen, dass mich noch kein Moment in meinem Leben so gefesselt hat, wie dieser. In diesem nahen Moment mit der Schuldkröte habe ich enorm realisiert, dass wir Menschen einfach mit allem verbunden sind. Mit den Tieren, mit dem Wasser und dabei gibt es keine Grenzen. Was ich euch mit dieser Geschichte sagen möchte: Wir hätten diesen Moment niemals erlebt, wenn wir Henrik und Lukas nicht getroffen hätten. Und auch nicht, wenn wir nicht von dem Wissen der Einheimischen profitiert hätten. Denn unser Gruppenführer wusste ganz genau, dass wir genau an diesem Riff die „Big Turtle“ finden würden. Überwindet euch, wenn es euch schwer fällt auf andere, „Fremde“ zuzugehen. Denn nichts hat mein Leben bisher so sehr bereichert, wie neue Menschen kennenzulernen. Sei es auf irgendwelchen Festivals oder am anderen Ende der Welt, in einem kleinen Café auf Koh Tao.


DON’T DO IT


Jede Fahrtmöglichkeit nutzen, die einem angeboten wird und ohne Taximeter fahren
Natürlich haben auch wir am Anfang in Bangkok jedes Tuktuk genommen, was uns angeboten wurde. Das war auf jeden Fall die schnellste und einfachste Variante, aber leider auch die teuerste. Zudem haben wir mehrere Erfahrungen damit gemacht, dass uns die Thais zu jeglichen Touristenattraktionen bringen wollten, aber eben nicht dahin, wo wir wollten. So hat uns ein Tuktuk-Fahrer zum Beispiel nicht auf die andere Seite des Flusses gebracht, sondern nur zu einer Fähre, die uns dann rüber fahren sollte. Und wo wir dann natürlich nochmal Geld lassen sollten. Auch hier gilt wieder: Tauscht euch mit Einheimischen aus, wo es Möglichkeiten zum öffentlichen Personentransfer gibt. Im H-Cafe wurden wir auf einen 20-Minuten entfernten Bootverkehr verwiesen. Dort sind wir dann hingelaufen und es war auch ziemlich abenteuerlich und interessant zu sehen, wie man mit dem Bus in anderen Ländern von A nach B kommt. Oder eben mit dem Boot durch eine 8-Millionen-Einwohner-Stadt. Wenn ihr ein Taxi nehmt, fahrt nur mit Taximeter und nicht auf Festpreis. Der Festpreis lag bei uns immer bei 200/300 Baht und mit dem Taximeter haben wir für dieselbe Strecke gerade mal 150 Baht gezahlt.

Zu oft in „europäischen“ Restaurants essen
Wir waren leider sehr skeptisch, was das einheimische Essen angeht, weil zuvor natürlich alle gesagt haben: „Passt bloß auf, was ihr dort esst.“ Demnach haben wir oft gezögert, wenn es darum ging, am Straßenrand zu essen in einer Lokalität, die vielleicht nicht ganz so sauber aussieht nach deutschem Standard. Als wir eines Abends dann nicht in dem Restaurant essen konnten, wo wir eigentlich hin wollten, sind wir in einem kleinen, süßen Restaurant am Straßenrand gelandet, das von einer Mutter geführt wurde, die mit ihrer 13/14 Jahre alten Tochter und ihrem Hund ganz alleine war. Ich bestellte mir dort das beste Pad Thai, was ich bis dato gegessen hatte, und Mia einen Papaya Salat, der auch extrem lecker war. Dazu noch 3 Getränke und wir haben insgesamt bestimmt mehr als 50% weniger gezahlt, als das wir es in dem europäischen Restaurant getan hätten.

Freizügig kleiden
In Hotpants und bauchfrei rumlaufen ist für die deutschen Mädels heutzutage ganz normal. In Thailand wird das allerdings nicht gerne gesehen. Zeigt den Einheimischen gegenüber Respekt, indem ihr knie- und schulterbedeckte Kleidung tragt. Das gilt auch für Männer. Meidet es kurze Shorts zu tragen, vor allem wenn ihr Tempel oder ähnliche Touristenattraktionen besuchen wollt. 

Drogen konsumieren
Sowohl der Konsum als auch der Besitz von Drogen, egal ob pflanzlichem oder synthetischem Ursprungs, ist in Thailand illegal und strafbar. Das Strafmaß für Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz ist in Thailand demnach weitaus krasser als in Deutschland. Dort wird die Todesstrafe verhängt, wenn man mit Drogen handelt. Auch der Konsum kann mit Gefängnis,- oder Geldstrafen geahndet werden. Wenn ihr euch mal ganz entspannt einen Joint rauchen wollt, schaut in der Amsterdam Bar auf Koh Phangan oder in der High Bar auf Koh Tao vorbei. Aber seid trotzdem vorsichtig, wenn ihr danach noch Roller fahren wollt, denn auch in Thailand könnt ihr von der Polizei angehalten werden. Und glaubt mir, in Thailand wollt ihr wegen Drogen ganz sicher nicht mit der Polizei in Kontakt kommen. 

Mit Schuhen fremdes Hauseigentum betreten
In Thailand gilt es als unhöflich, fremdes Hauseigentum mit Schuhen zu betreten. Wer seine Schuhe auszieht, drückt damit seinen Respekt gegenüber dem Hausbewohner aus. Oftmals seht ihr schon Schuhe vor den Hauseingängen, Restaurants oder Geschäften – das ist für euch dann ein Zeichen eure dazuzustellen, bevor ihr reingeht. Wenn ihr länger in Thailand unterwegs seid, gewöhnt ihr euch schnell daran. Ich habe aus Gründen der Höflichkeit oft auch einfach gefragt, ob ich meine Schuhe ausziehen soll oder nicht, wenn ich mir unsicher war.

Riskant Roller fahren
Die Thailändischen Straßen, insbesondere auf den Inseln, solltet ihr auf gar keinen Fall unterschätzen. Vor allem wenn ihr zum ersten Mal Roller fahrt. Uns ist zum Glück nichts passiert, weil ich sehr vorsichtig gefahren bin. Wir haben allerdings super viele Touristen gesehen, die Schürfwunden hatten und sogar ein Mädchen, mit der wir uns ein Taxi geteilt haben, musste an der Nase genäht werden, weil sie mit dem Roller gestürzt ist. Das kann euch natürlich den ganzen Urlaub vermiesen, deshalb fahrt von vornherein vorsichtig und vorausschauend. 

Sim-Karte am Flughafen kaufen
Wir haben uns nach unserer Ankunft in Bangkok direkt eine Sim-Karte für 600 Baht (≈ 17€) gekauft, damit wir in Thailand erreichbar sind. Ich glaube, wenn wir nochmal nach Thailand fliegen, würde ich darauf sogar verzichten wollen. Ihr habt in Thailand wirklich in jeder Unterkunft und auch in jedem Restaurant die Möglichkeit, euch in’s WLAN einzuloggen. Und das reicht nach der Erfahrung, die wir gemacht haben, wirklich aus. Vor allem, wenn man wie wir mit Social Media auch arbeitet, geht nochmal mehr Zeit drauf, wenn man Postings und Storys vorbereiten muss.
Wir haben in den letzten Tagen unserer Reise ein Social-Media-Detox-Programmgestartet, bei dem wir alle Apps wie Instagram, Facebook und Snapchat gelöscht haben. In dieser Zeit ist mir erstmal bewusst geworden, wie viel Zeit man überhaupt am Handy verbringt und unbewusst durch den Tag läuft. Vor allem beim Reisen möchte man natürlich so viel wie möglich mit dem Smartphone dokumentieren und Leuten zeigen, wie toll das Land ist und wie gut es einem gerade geht. Allerdings verliert man dadurch enorm den Bezug zum Hier und Jetzt und man vergisst auch total den Moment zu leben und zu genießen. Natürlich ist es toll, dass ich jetzt so viele Erinnerungen auf meinem Handy habe und mich auch nach unserer Reise noch besser daran erinnern kann, wo wir wann waren, was wir dort gegessen haben und wie es dort aussieht. Auch Kleinigkeiten vergisst man gerne, weil man einfach so viel erlebt auf Reisen. Ich kann euch dennoch nur raten, euren Konsum zu reduzieren und dort das Handy auch wirklich mal in der Tasche zu lassen. Ist werdet merken, dass euer Stresslevel dadurch runterfährt.



Wie viel Geld benötigt man für 3 Wochen Thailand?

Über Finanzen spricht man nicht heißt es immer, aber ich möchte euch unser Budget für Thailand offen an’s Herz legen, weil man vor allem als Travel-Neuling natürlich nicht weiß, was preislich überhaupt auf einen zukommt. Vorweg muss ich sagen, dass wir uns finanziell nicht einschränken wollten und demnach ist unser Urlaub wahrscheinlich doch teurer gewesen, als für viele andere, die für 3 Wochen in Thailand unterwegs sind. Und man kann definitiv günstiger reisen als wir, da wir nicht in Hostels, sondern in Apartments untergekommen sind, die wir zuvor über Airbnb und Agora gebucht haben. Zudem waren wir über Silvester in Thailand und auf Koh Phangan, wo die berühmte Fullmoon Party stattfindet. Demnach war in dem Zeitraum sowieso alles etwas teurer als sonst. Wir haben uns vor unserer Reise viel informiert bei anderen, die auch schon dort waren und uns wurde gesagt, dass wir mit 500€ pro Person auf jeden Fall auskommen werden. Das kann hinkommen, wenn man vielleicht alleine auf lowbudget unterwegs ist, in Hostels schläft und immer das klassische Thai-Food isst für 40-50 Baht, was umgerechnet rund 1,50€ sind. Unsere Ausgaben lagen insgesamt ungefähr bei 1.300€ pro Person. Wenn man jeden Morgen in den Cafés frühstückt, wo wir waren plus abends nochmal in irgendwelchen „Fancy Restaurants“, summiert sich das natürlich.

Wir haben für unsere erste Reise wirklich jede Ausgabe in unseren Notizen festgehalten, um den Überblick zu behalten und ich glaube für die erste Reise war das auch gar nicht so schlecht. Im Nachhinein könnt ihr so nämlich schauen, für was ihr vielleicht im Endeffekt zu viel ausgegeben habt. Ich kann euch nur einen groben Preisrahmen nennen, wie viel Geld wir jeden Tag ausgegeben haben, da natürlich jeder Tag etwas anders aussieht. Mal waren es um die 2.500 Baht, was umgerechnet rund 70€ Euro sind und mal nur 1.400 Baht. Das sind umgerechnet rund 40€ für zwei Personen ohne Unterkunft. Der Vorteil, wenn man zu zweit reist, ist natürlich, dass man sich die Kosten auch teilt. Für unser leckeres Frühstück haben wir meist so um die 600 Baht bezahlt. Umgerechnet sind das rund 17€. Das ist halt wie wenn ihr euch in Deutschland zum Frühstücken verabredet – und das summiert sich natürlich auf drei Wochen gesehen. Unsere Unterkünfte haben ungefähr 12-30€ pro Nacht gekostet. Drei davon waren besonders schön und deswegen möchte ich sie auch namentlich erwähnen: Das See Trough Resort sowie das Phangan Hometown Resort auf Koh Phangan und das Hacia Leisure Resort auf Koh Samui. Letzteres war in der Nähe eines kleinen Street Food Market, wo wir abends immer essen waren. Die Preise für die Unterkünfte werden euch bei Airbnb und Agoda direkt in Euro angezeigt und ihr könnt sie direkt mit eurer Kreditkarte buchen. Diesbezüglich hatten wir nie Probleme, wir wurden immer nett empfangen und demnach können wir euch die Buchung über Airbnb und Agoda auch weiterempfehlen.


Allgemeine Informationen zu unserer Reise

Aufenthalt:
Bangkok: 2 Tage zur Ankunft, 2 Tage zur Abreise
Koh Samui: 3 Tage
Koh Tao: 7 Tage
Koh Phangan: 9 Tage

Ausgaben:
• Insgesamt rund 1.300€ pro Person → meist zwischen 1000 und 2000 Baht pro Tag für 2 Personen (Umgerechnet sind das ungefähr 30-55€)
• In den Cafés haben wir für das Frühstück immer so 500-700 Baht ausgegeben (Das sind rund 15-20€)
• Für unsere Unterkünfte haben wir 12-30€ pro Nacht gezahlt

Die besten Breakfast-Spots
• H Café (Bangkok)
• Pure Vegan Heaven (Koh Samui)
• Plug and Play (Koh Tao)
• Living Juices (Koh Tao)
→ Die Cocobanana Bowl mit hauseigener Erdnussbutter war der Hammer!
• The Factory Café (Koh Tao)
→ Super leckerer Cappuccino und hier habe ich wirklich die beste Bowl meines Lebens gegessen! Das Peanutbutter Granola gibt dir ‘nen wahren Orgasmus haha!
• Coconut Monkey (Koh Tao)
→ Extrem leckeres veganes Chilli, Quesadillas und der beste Cheesecake (Lemon + Peanutbutter) meines Lebens. Hier bekommt ihr auch sehr leckeren Barista-Coffee!
• Bubba’s Roastery (Koh Phangan)
• What’s Cup (Koh Phangan)
• Eat Consciously (Koh Phangan) 


Fullmoon Party und Halfmoon Festival

Da ich eigentlich einen Musik-Blog führe, muss ich mich hierzu natürlich auch noch äußern und meine Erfahrungen mit euch teilen. Eigentlich wollten Mia und ich ja nach Brasilien zum Universo Paralello Festival fliegen, haben uns dann aber doch dazu entschieden nach Thailand zu fliegen für drei Wochen. Das ist uns natürlich nicht leicht gefallen, allerdings war es denke ich die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Als wir auf Koh Tao waren, haben wir dann überlegt, was für Optionen wir als Alternative haben, wenn wir schon nicht auf das Universo Paralello Festival fliegen konnten. Das Halfmoon Festival findet alle zwei Wochen auf Koh Phangan statt und die Fullmoon Party fand in dem Zeitraum, wo wir in Thailand waren, an Weihnachten und an Silvester statt. Zudem hatten wir überlegt vielleicht auf das Experience Festival auf Koh Tao zu gehen. Da uns das Line Up etwas zu psylastig war, haben wir uns dann dafür entschieden, rüber nach Koh Phangan zu fahren und dort beide Veranstaltungen mitzunehmen. 

Als wir in unserem Appartement in der Nähe der Fullmoon Party angekommen sind, haben wir ein wenig die Gegend erkundigt und sind schon mal runter zum Strand gegangen, wo die Fullmoon Party später am Abend stattfinden sollte. Die Gegend war extrem dreckig, alle waren schon in Eskalations- und Feierlaune und wir haben uns irgendwie nicht wohl gefühlt. Dort schien es ziemlich runtergekommen und abgeranzt zu sein. Wir haben uns dann im 7/11 ein bisschen was zu trinken geholt und wollten gegen 22 Uhr auf die Party gehen. Leider ging es Mia nach dem Abendessen nicht gut, sie lag mit Bauchschmerzen im Bett und musste sich auch übergeben. Deshalb haben wir uns entschieden, an dem Abend nicht zur Party zu gehen. Nach meinen Einschätzungen glaube ich aber auch, dass wir dort nicht lange geblieben wären, weil das für mich einfach nach Ballermann 2.0 aussah. Als wir am Morgen danach das Appartement verlassen wollten, wurden wir draußen dann erstmal mit einem dicken Kotzfleck unserer Nachbarn begrüßt. Die hörten wir später nebenan dann auch nochmal würgen durch die Wand. Ich denke, das fasst den Abend vieler Besucher der Fullmoon Party zusammen haha.  
Zwei Tage danach fand das Halfmoon Festival statt und dort konnten wir dann auch hin, weil es Mia zum Glück nicht lange schlecht ging. Aber auch das Halfmoon Festival kann man meiner Meinung nach eher mit Ballermann Vibes vergleichen. Die Location ist cool, aber habt nicht zu viele Erwartungen, dass es eine Party mit „klassischen“ Goa-Vibes und Menschen ist. Mia wurde alle 10 Minuten von einem neuen Typen angemacht, was mir mit der Zeit übel auf die Eier gegangen ist. Eigentlich hätte ich sie an dem Abend wirklich an die Leine nehmen und auf ihre Stirn schreiben müssen „#NODICKZONE und #PUSSYONLY“. Gutaussehende Mädels haben da wirklich die Arschkarte gezogen. Und spätestens als Mia zu mir meinte: „Der Typ hat seinen Schwanz gerade an meinem Arsch gerieben“ war für mich auch klar, dass wir die Biege machen haha. Nichtsdestotrotz war die Musik gut und wir hatten auch einen lustigen Abend. Demnach kann man das schon mal mitnehmen, wenn man dort ist. Wir haben glaube ich ungefähr 50€ pro Ticket ausgegeben.


Do’s and Don’ts im Überblick

DO’s DON’Ts
Roller fahrenNicht jede Fahrtmöglichkeit nutzen, die einem angeboten wird und ohne Taximeter fahren
Eine Frische Kokosnuss trinken
Zu oft in „europäischen“ Restaurants essen
An den Straßenständen essenFreizügig kleiden
Einheimische Gerichte ausprobierenDrogen konsumieren
Sich massieren lassenMit Schuhen fremdes Hauseigentum betreten
YogaZentren besuchenRiskant Roller fahren
Schnorcheln und/oder TauchenSim-Karte am Flughafen kaufen
Handeln
Frühstücken in den empfohlenen Cafés der Inseln
Fruitshakes trinken
Viewpoints abklappern
Tage im Vorfeld planen
Unterkünfte vor Ort buchen
Mit Einheimischen und Travellern connecten



Ich hoffe, ich konnte euch einige wertvolle Tipps für euren ersten Trip nach Thailand mit auf den Weg geben. Schaut gerne in meinen Story-Highlights auf meinem Instagram-Account @wayofdk vorbei, um die ein oder andere Foodspot-Inspiration mitzunehmen, denn Thailand hat vor allem eines zu bieten: Großartige Breakfast- und Dinner-Locations und im Allgemeinen einfach unglaublich gutes Essen. Zudem lohnt es sich auch den ein oder anderen Viewpoint mitzunehmen. Solltet ihr noch weitere Fragen haben, schreibt mir gerne eine Nachricht – ich versuche euch dann so gut es geht zu helfen. Hinterlasst auch gerne einen Kommentar, ob euch der Post geholfen hat und diejenigen, die noch weitere Tipps für Travel-Neulinge haben, schreibt sie auch gerne in die Kommentare! Ich denke es gibt noch viele weitere, gute Tipps, allerdings kann ich euch nur meine bzw. unsere Erfahrungen weitergeben. Ich habe mich vor unserer Reise mit vielen Leuten unterhalten, die auch schon mal in Asien waren, und jeder erzählt dir ein bisschen was anderes. Jeder macht andere Erfahrungen und das ist auch gleichzeitig das Spannende beim Reisen. Für mich war Thailand auf jeden Fall eine Riesen Bereicherung und ich kann es kaum abwarten erneut hinzufliegen!

Bis dahin bleibt gesund und meldet euch bei weiteren Fragen!

Peace & Love,
Denise 

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